TCM: Traditionelle Chinesische Medizin

Inhaltsverzeichnis

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1. Die Geschichte der TCM

Mit TCM (Traditioneller Chinesischer Medizin) wird die Heilkunde bezeichnet, die bereits vor mehr als 2000 Jahren in China entwickelt wurde. Ursprünglich umfasste ihr Verbreitungsgebiet Vietnam, Japan und Korea, also den ostasiatischen Raum. Während in der westlichen Welt die Heilkunst oftmals als TCM bezeichnet wird, ist dies im chinesischen Sprachgebrauch unüblich und aus diesem Grund fehlt im chinesischen sehr oft der Ausdruck Traditionell, es heisst einfach Chinesische Medizin in China und in Korea und Japan wird sie Han-Medizin genannt.

2. Die theoretischen Grundlagen der TCM

Diese werden zusammen mit den verschiedenen Massagetechniken wie zum Beispiel Shiatsu und Tuina Anmo, den Bewegungsübungen wie Taijiquan und Qigong sowie einer Diätik, die am Wirkprofil von Arzneien ausgerichtet ist, als die fünf Säulen der Chinesischen Therapie betitelt. Die Traditionelle Chinesische Medizin hat ein sehr grosses Verbreitungsgebiet. So wird zum Beispiel die Akupunktur weltweit angewandt. Man bezeichnet die TCM auch als alternativ medizinisches Verfahren. Jedoch wird gerade von wissenschaftlicher Seite die Wirksamkeit der Therapie zahlreicher Behandlungsmethoden angezweifelt. Man geht sogar so weit, dass einige der Behandlungsmethoden als pseudowissenschaftlich betrachtet werden. Nichts desto trotz haben sich diverse Behandlungsmethoden der Chinesischen Medizin wie etwa die Akupunktur in der westlichen Welt etabliert.

Die Chinesische Medizin ist zwar eine Erfahrungsmedizin. Die chinesischen Vorfahren haben die Traditionelle Chinesische Medizin aus den Erfahrungen systematisiert und verschiedenen Theorien aufgebaut. Es gibt viele klassische TCM-Literaturen wie Huangdi-Neijing, Suwen, Shang-Han, Ben-Cao-Gang-Mu. In der Theorie der Chinesischen Medizin befinden sich unser Körper, der Geist und die Natur in der Harmonie und Yin Yang im Gleichgewicht. Ausreichende Lebensenergie (Qi) ist eine weitere Voraussetzung für die Gesundheit, das Wohlbefinden und ein intaktes Abwehrsystem. Der zügig fliessende Qi gewährleitet den einwandfreien Zusammenspiel der Funktion unserer Körper. Das Ungleichgewicht von Yin und Yang führt zu Dishamornie in unserem Körper. Viele Krankheiten sind auf ein Ungleichgewicht von Yin und Yang zurückzuführen. Qi-Mangel und die gestörte Körperwärme (Hitze/Kälte) führen ebenfalls zur Krankheit. Die Traditionelle Chinesische Medizin strebt, das Gleichgewicht wieder herzustellen, die Lebensenergie zu stärken und den Energiefluss zu stimulieren. Dabei werden eigene Abwehrkräfte aktiviert und Krankheiten vorgebeugt. Daher ist die TCM eine optimale Ergänzung zur Schulmedizin.

Es treten bei manchen Störungen von Qi - Mangel und Yin Yang - Ungleichgewicht symptomatische Beschwerden auf. In der Traditionellen Chinesischen Medizin konzentriert es sich vor allem auf Ursachen-Behandlung. Die Symptome werden dabei auch begleitend therapiert. An folgenden Beispielen kann man die Prinzipien der Chinesischen Medizin gut darstellen:

  • Migräne und Kopfschmerzen:
    Sie sind durch Blockade des Qi-Flusses und/oder Qi- ,Blut-Mangel verursacht werden. Die Akupunktur Behandlung kann die Schmerzen lindern. Sie kann den Qi-Fluss wieder in Ordnung bringen und Qi stärken. Damit kann sogar Migräne geheilt werden. Es werden häufig Akupunkturpunkte auch weit weg von Kopf verwendet.
  • Schlafstörung:
    Ein Übermass von Leber-Yang und Leber-Feuer führt zu Schlafstörung.
  • Tinnitus: Manche Tinnitus sind durch Nieren-Qi-Mangel verursacht.

Die Traditionelle Chinesische Medizin beugt vor. Es ist ihr Bestreben, die innere Harmonie und eigene Abwehrkraft und Vitalität in guten Zustand zu halten. Das kann die Lebensqualität verbesseren und verhindern, krank zu werden.

In der modernen Medizin wird versucht ein Problem oder Beschwerden immer exakt zu lokalisieren und dann zu behandeln. Beim TCM nimmt man sich mehr der Störung der Kräfteströme an und versucht diese wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Unsere Lebensenergie, das Qi wird durch die beiden Lebenspole Yin und Yang im Fluss gehalten. Man kann hier auch von der Schatten- und Lichtseite des Lebens sprechen. Yin bedeutet Ruhe, Kälte und Passivität, während Yang für Hitze, Aktivität und Dynamik steht.

Die Traditionelle Chinesische Medizin ist der Meinung, dass das Qi unsere Lebensgrundlage darstellt und ein energetisches Netzwerk in unserem Körper bildet. Das Qi hat viele Funktionen. Es soll schützen, ernähren, wärmen, transportieren, kontrollieren und auch verwandeln. Wenn die Lebensenergie ausgewogen ist, ist der Mensch gesund. Krank wird man nur dann, wenn der Energiefluss gestört ist oder behindert wird.

In der TCM wir unser Körper (alle Organen), Seele und die Umgebung als eine Ganzheit betrachtet. Die 5-Elemente (Metall-Lunge, Holz-Leber, Wasser-Niere, Erde-Milz, Feuer-Herz) Theorie ist eine wichtige Theorie für die Wechselwirkung als eine Ganzheit der Natur und unseres Körpers.

Die Harmonie von Yin Yang ist die Grundvorsetzung für die Gesundheit und das Wohlbefinden. Die Yin und Yang - eine uralte Chinesische Philosophie und die theoretische Grundlage der Chinesischen Medizin und Akupunktur.

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Qi ist die Wurzel menschlichen Lebens. Qi ist mehr als "Energie", "Atem" oder "Lebensenergie". Qi ist der Ursprung des "Blutes". Alles, was existiert, ist ein manifestiertes Qi.

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Wechselwirkung zum Anschauen: TCM stellt die wichtigsten Organe, Naturphänomene und Krankheiten in Beziehung zueinander. In der Natur ist Holz die Mutter des Feuers. Bei zu stark Feuer wird in der TCM vorwiegend mit Entziehung des Holzes behandelt. Wenn Das Feuer zu schwach ist, dann sollte mehr Holz gestärkt werden.

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Qi, die Lebensenergie fliesst durch Meridiane. Denken Sie dabei einfach an Strassen durch den ganzen Körper. Alle Organe und Körperteile werden als organische Einheit verbunden . Es geht von innen nach aussen, von oben nach unten und so weiter.

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Weitere wichtige Begriffe in der TCM sind Jing (Lebensessenz), 5 Zang (Speicherorgane) 6 Fu (Hohlorgane), Blut (Xue), Shen (Geist), Hitze, Kälte, Xu-Shi-Biao-Li (Mangel-Fülle-Aussen-Innen).

3. Die Diagnose

Der Patient wird genau befragt und genau betrachtet. Das Betrachten erfolgt am bekleideten Patienten, also an seinen Augen, seiner Haut, seiner Haltung und seiner Zunge. Des Weiteren wird der Puls an verschiedenen Stellen des Körpers gemessen und in bis zu 28 verschiedene Pulsqualitäten unterschieden. Wird eine Erkrankung festgestellt, dann muss der Patient mehrmals am Tag eine Arzneimischung aus pflanzlichen, tierischen und mineralischen Komponenten einnehmen. Erst danach werden weitere Verfahren verordnet.

Die Symptome eines Patienten treten immer in einer bestimmten Kombination auf und sind nicht zufällig. Sie werden auch als Symptommuster bezeichnet. Laut der Traditionellen Chinesischen Medizin beruhen diese Symptome auf einem Ungleichgewicht, was als Disharmonie Muster betitelt wird. Somit nutzt ein TCM-Arzt seine Sinne viel stärker als ein Schulmediziner. Er kann daher eine umfassende Diagnose zum Gesamtzustand des Patienten, dem Yin Yang-Gleichgewicht, dem Qi-Fluss und der Art der Beschwerden geben. Ziel der TCM ist es energetische Störungen möglichst früh zu erkennen, um zu verhindern, dass es zu einer Erkrankung kommt. Innere Störungen kommen bei der Chinesischen Medizin auf differenzierte Art im Äusseren zum Vorschein.

Die TCM-Experte nutzen vier Methoden, um eine Diagnose zu stellen

  • - Betrachten (Inspektion)
  • - Befragen
  • - Hören und Riechen
  • - Pulse und Tasten (Palpitation)

Bei dieser Diagnoseform wird das gesamte Erscheinungsbild des Menschen betrachtet. So kann der TCM-Arzt Hinweise auf den körperlichen und seelischen Zustand seines Patienten bekommen. Wichtig hierbei sind der Körperbau, die Gestik, die Mimik, der Zustand von Haut und Haaren sowie die Gesichtsfarbe. Einige Diagnostiker legen hierbei besonderen Wert auf Falten, Schwellungen und Verfärbungen des Gesichtes. Das Gesicht des Menschen ist in verschiedene Bereiche eingeteilt, welche bestimmten Organen zugeordnet sind. Bei Gesichtsfalten deutet dies auf ein Ungleichgewicht des Funktionskreises hin. Vertikale Falten zwischen den Augenbrauen weissen auf Störungen der Leber hin. Eine rote Verfärbung der Gesichtshaut weist auf eine Entzündung oder Stauung im Körper hin. Hat der Patient ein gutes Qi, dann wird dies durch eine gesunde Ausstrahlung, leuchtende Augen, klare Gedanken, einer deutlichen Stimme und einem ruhigen Atem gezeigt. Zur visuellen Diagnose gehört auch das Betrachten der Zunge. Der Belag der Zunge kann hier Auskunft über das Qi des Patienten geben.

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Um eine Diagnose zu stellen, wird der TCM-Arzt erst ein Anamnesegespräch, also eine Befragung, durchführen. Der Arzt versucht, sich hier ein Bild von der persönlichen sowie der körperlichen und seelischen Verfassung des Patienten zu machen. Dadurch entsteht ein individueller und tiefer Kontakt zwischen Arzt und Patient, was wiederum entscheidend für den Behandlungserfolg ist. Schildert der Patient seine Symptome wie zum Beispiel Atemnot, Fieber, Herzklopfen und Schweissausbrüche, dann sind für den Arzt nicht nur die Beschwerden wichtig, sondern vielmehr die Art und Weise wie der Patient darüber spricht. Wie sind seine Stimme, seine Mimik und seine Gestik? All dies fliesst später in die Diagnose mit ein. Einen grossen Aufschluss geben auch das Ess- und Trinkverhalten des Patienten. Leidet er unter Appetitlosigkeit, dann ist dies ein Indiz für einen Mangel am Milz-Qi. Heisshunger hingegen steht oft für eine Magen-Hitze. Des Weiteren wird der TCM-Arzt nach Konsistenz, Geruch und Farbe von Stuhl und Urin fragen bzw. zur Häufigkeit.

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Anhand der Stimme, des Körpergeruchs, des Atems oder des Hustens kann ein erfahrener TCM-Arzt feststellen, in welchen Funktionskreis es zu Störungen kommt. Eine weinerliche Stimme deutet auf eine Störung des Funktionskreises der Lunge hin. Ist die Stimme des Patienten hingegen tief und sanft, dann deutet dies auf einen inneren Leidenszustand und auf Schwäche hin. Bei einem schwachen Atem ist dies ein Hinweis auf ein Qi-Mangel. Riecht ein Mensch stark nach Schweiss oder hat er Mundgeruch, bedeutet dies oft ein Füllezustand.

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Bei der Puls Diagnostik werden rund 40 verschiedene Puls Qualitäten an beiden Handgelenken an 12 verschiedenen Stellen gemessen. Durch ihre Kombination kann der TCM-Arzt ein komplexes energetisches Krankheitsmuster ablesen. Jedoch benötigt ein TCM-Arzt für diese Form der Diagnostik viel Übung, um die Puls Qualität richtig zu beurteilen. Der Puls wird immer oberhalb des Handgelenks an drei Punkten gemessen. Die Druckpunkte sind hierbei den inneren Organen zugeordnet. Der Arzt achtet beim Puls messen auf die Geschwindigkeit, die Form der Pulswelle, die Strömung, die Tiefe und den Rhythmus. So kann der Arzt erkennen, ob der Patient an einer Fülle- oder Leere-Erkrankung leidet. Bei einem kräftigen und schnellen Puls ist eher die Fülle-Erkrankung und bei einem langsamen und schwachen Puls die Leere-Erkrankung. Es gibt 18 verschiedene Puls Qualitäten in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Der Puls des Menschen reagiert sehr leicht auf Veränderungen. Ebenso auch auf die Jahreszeiten. In China empfehlen daher Ärzte zu jedem Jahreswechsel eine Puls Diagnostik, Erkrankungen schon früh zu erkennen.

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4. Die Behandlungsmethoden

  • - Akupunktur
  • - Chinesische Arzneimittellehre
  • - Chinesische Ernährungslehre
  • - Tuina
  • - Qi Gong

Diese Behandlungsmethoden des TCM haben sich in den letzten Jahren auch in der westlichen Welt etabliert und finden dort immer öfter Anwendung. In erster Linie werden die Akupunktur sowie die chinesischen Arzneimittel genutzt. Gerade in den letzten Jahren entwickelt sich ein neuer Trend, bei dem die chinesische Ernährungslehre in den Speiseplan mit einfliesst. Eher selten findet man in den westlichen Industrieländern die chinesische Massagekunst Tuina und die chinesische Konzentrations-, Bewegungs- und Meditationsform Qi Gong.

Bei einer TCM-Therapie werden immer verschiedene Therapieverfahren miteinander kombiniert. So können dies auch individuell auf den jeweiligen Patienten abgestimmt werden. Alle Therapiemöglichkeiten, die das TCM bietet, können sehr gut als Ergänzung zur Behandlung im Rahmen der Schulmedizin genutzt werden.

Die Akupunktur ist dabei eine der wichtigsten Behandlungsmethoden im TCM. Ein TCM-Arzt erkennt nicht nur die Symptome der Beschwerden, sondern er kann auch die Ursachen behandeln. Daher wird sehr grosser Wert auf Vorbeugung gelegt. Bei der Traditionellen Chinesischen Medizin kann man bereits eine Störung erkennen, bevor es zu Symptomen oder gar zu einer organischen Veränderung kommt. Durch eine frühzeitliche Behandlung kann das Wohlbefinden deutlich gesteigert werden.

Die Akupunktur wird in den westlichen Industrieländern als die am häufigsten genutzte Behandlungsmethode der Traditionellen Chinesischen Medizin angewandt. In China wird die Akupunktur schon seit mehr als 3000 Jahren genutzt. Da sie sich gut bewährt hat, wurde sie immer weiter entwickelt und ist heute ein wesentlicher Bestandteil der TCM. Bei dieser äusseren Behandlungsmethode stehen die theoretischen Grundlagen Yin und Yang, die Meridiane, die Akupunkturpunkte und die 5 Elemente an erster Stelle. Vor etwa 2000 Jahren wurden die ersten Modelle des menschlichen Körpers angefertigt, auf denen die Akupunkturpunkte eingraviert sind. Vor der Akupunktur erfolgt eine umfassende Untersuchung, bei der die Ursache der Beschwerden bestimmt wird. Anschliessend werden die entsprechenden Akupunkturpunkte miteinander verknüpft. Ein TCM-Arzt, der Akupunktur anbietet, muss über eine solide Ausbildung und über eine langjährige Erfahrung in dieser Behandlungsmethode verfügen.

Bei der Akupunktur spielen nicht nur die Akupunkturpunkte, sondern auch die Meridiane eine wichtige Rolle. Zum einen verbinden die Meridiane die Laufbahnen des Qi und zum anderen sorgen sie für eine Ganzheit des Körpers bis hin zu den inneren Organen. Auch wenn die Meridiane naturwissenschaftlich noch nicht bewiesen sind, so werden sie von der Schulmedizin akzeptiert.

Um eine Wirkung bei der Akupunktur zu erzielen, müssen die Meridiane durchgängig gemacht werden. Dies bedeutet, dass die Meridiane und die Akupunkturpunkte die inneren Organe mit den Gliedmassen zu einer Einheit verbinden. Kommt es zu einer Blockade des Qi oder des Blutes, dann führt dies zu Schmerzen, Schwellungen, Taubheit und anderen Beschwerden. Mithilfe der Akupunktur können die Meridiane wieder durchgängig gemacht werden.

Des Weiteren kann mit einer Akupunktur das Yin und Yang harmonisiert werden. Dies bedeutet, dass hier das Gleichgewicht wieder hergestellt wird. Bei einem Ungleichgewicht von Yin und Yang kann es zu Organstörungen von Herz, Leber, Lunge, Milz oder Magen kommen.

Mit Akupunktur kann man aber auch einfach nur seine Abwehrkräfte aktivieren. Bei der Akupunktur wird also das Gute (positive Energie) gestärkt und das Böse (negative Energie) beseitigt

Da es sich bei der Akupunktur um eine physikalische Therapie handelt, kommt auch keinerlei Chemie zum Einsatz. Durch eine Stimulation der verschiedenen Akupunkturpunkte kommt es zu einer medizinischen Wirkung. Es wird der innere Zustand verbessert und damit werden die Abwehrkräfte aktiviert.

Für eine Akupunkturbehandlung werden sehr feine Einwegnadeln genutzt. Auf dem ganzen Körper sind mehr als 300 Akupunktur-Punkte verteilt. Diese verlaufen vom Kopf zu den Füssen oder von der Hand zum Ohr. Sehr viele Akupunkturpunkte gibt es am Ohr, die mit den Funktionen der verschiedensten inneren Organe verbunden sind. Dies bedeutet, dass so sehr viele Krankheiten erfolgreich behandelt werden können. Aus diesem Grund ist die Ohrakupunktur zu einer eigenständigen Behandlungsmethode geworden, denn sie wirkt sehr schnell und kann die Funktion der inneren Organe verbessern. Die Ohrakupunktur wird unter anderem bei Migräne, Übergewicht, Heuschnupfen, Angst, häufige Erkältungen und Rauchentwöhnung eingesetzt. Die Elektroakupunktur hingegen findet Anwendung bei vielen neurologischen Beschwerden. Hierbei werden die Akupunktur-Punkte mit einer niedrigen elektrischen Spannung zusätzlich stimuliert.

Im Grunde genommen ist eine Akupunkturbehandlung nicht schmerzhaft. Jedoch hängt dies, sehr stark von den beiden Faktoren Arzt und Patient ab. Der Einstich in die Haut ist sehr kurz und es kommt zu einem kribbelnden Gefühl. Dies bedeutet, dass die Akupunktur wirkt. Sehr wichtig bei der Akupunktur ist, dass der Patient sich voll und ganz entspannen kann.

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Eine, der in China am häufigsten angewandte Behandlungsmethode in der Traditionellen Chinesischen Medizin ist die Phytotherapie oder auch die Kräutermedizin. Bei einer solchen Therapie werden individuelle Heilkräuter-Rezepturen speziell für den Patienten zusammengestellt. Dies können Dekokten, Tees, Kapseln, Granulate oder auch Tabletten sein. Bei einigen Patienten können diese Rezepturen auch tierische und mineralischen Bestandteile enthalten. Möchte man auf diese verzichten, dann sollte man dies im Vorfeld mit dem TCM-Arzt besprechen.

Jedoch spielt die Kräutermedizin nicht nur beim TCM eine wichtige Rolle, sondern wird auch bei der Ayurvedischen und bei der Kneipp'schen Medizin eingesetzt. Das Wissen um die Heilkräuter-Wirkung ist schon viele Jahrhunderte alt. In China gilt die Kräutermedizin als bewiesen, während im westlichen Teil der Welt die Kräutermischungen in klinischen Studien erforscht werden. Anders als bei der Akupunktur gibt es hier eine Reihe von wichtigen Untersuchungen, wenn es um die Wirksamkeit geht.

Bei der Phytotherapie werden von den TCM-Ärzten in erster Linie die Blätter, Blüten, Wurzeln und Rinden von den Heilpflanzen genutzt. In einigen Fällen kommen auch tierische und mineralische Bestandteile wie zum Beispiel Muschelschalen zum Einsatz. Die verschiedenen Heilkräuter werden dabei immer nach speziellen Kriterien wie Geschmack, Wirkung, Organbezug und thermischer Eigenschaft unterschieden. Die Kräutermedizin kann also zur Vorbeugung von Krankheiten (Ginseng zur Stärkung) und bei akuten und chronischen Krankheitsbilder eingesetzt werden. Als Patient bekommt man immer ein Rezept, das individuell auf die eigene Krankheitssituation eingeht.

So kann ein Rezept aus zehn bis zwölf Kräutern bestehen, aber auch aus 20 verschiedenen. Die Wirkungen der einzelnen Kräuter sollen sich ergänzen getreu nach dem Motto - Das Ganze ist mehr als die Summe der Einzelteile. In der westlichen Kräutermedizin kommen meist nur einzelne Substanzen zum Einsatz. Als Beispiel sei hier das Johanniskraut bei Depressionen oder der Mönchspfeffer beim Prämenstruellen Syndrom (PMS) zu nennen.

Rezepturen werden nach der Erfahrung des TCM-Arztes zusammengestellt. Viele der Patienten bekommen Dekokte (Kräuterextrakte als Abkochung), Granulate oder flüssige Konzentrate.

Die Rezepturen bekommt man auch in anderen Darreichungsformen. Dies wären Granulate, die man in heissem Wasser auflöst oder Pillen, bei denen die Kräuterbestandteile pulverisiert und mit Honig, Wachs oder Stärke gemischt werden. Es gibt auch Pulver, welches aus dem gekochten Sud der gemahlenen Kräuter besteht. In China bekommt man im Rahmen der Phytotherapie sehr oft auch Kräuterextrakte. Hierbei handelt es sich um gelöste Konzentrate.

Auf keinen Fall sollte man sich selbst medikamentieren. Bei einer falschen Anwendung oder einer zu hohen Dosierung kann es zu schweren Nebenwirkungen bis hin zu ernsthaften Erkrankungen kommen. Einige der verwendeten Pflanzen sind giftig wie etwa die Aristolochia, andere sind wechselwirkend mit anderen Medikamenten. Die verschiedenen Heilkräuter sollten man immer nur unter Anleitung eines erfahrenen TCM-Arztes verwenden.

Qualität sehr wichtig

Qualitätsanforderungen an Medikamente werden in Deutschland viel strenger verfolgt als in China. Daher bekommt man in Deutschland die wichtigsten chinesischen Arzneimittel nur in der Apotheke. Die Apotheken garantieren Reinheit, Qualität und Identität, da hier Qualitätsprüfungen durchgeführt werden müssen. Auf keinen Fall sollte man TCM-Heilkräuter über unklare Quellen wie das Internet ordern, denn hier ist die Qualität der Produkte meist sehr mangelhaft. Des Weiteren ist der Reinheitsgrad der einzelnen Kräuter oftmals sehr gering und Rückstände von Pflanzenschutz- und Düngemittel lassen sich nicht ausschliessen. Viele Grosshändler ordern aus diesem Grund ihre Produkte speziell für den europäischen Markt, da diese unter den entsprechenden Qualitätsanforderungen hergestellt wurden. Die verschiedenen Arzneimittel aus China sind in jedem Fall rezeptpflichtig.

In der chinesischen Medizin wird sehr streng auf den Artenschutz geachtet. Aus diesem Grund sind aufgrund des Washingtoner Artenschutzabkommens, die Einfuhr von Tieren und/oder deren Bestandteile streng verboten. Ein sehr gutes Beispiel sind hier die getrockneten Seepferdchen und die Tigerknochen.

Vorteile der chinesischen Arzneimittel

Auf der einen Seite haben sie kaum Nebenwirkungen und auf der anderen Seite gibt es keine Resistenz gegen chinesische Arzneimittel. Einige der Arzneimittel haben gar eine doppelte Wirkung. Huang-Qi kann sowohl den Blutdruck regulieren. Dies bedeutet er kann erniedrigt und erhöht werden - je nach Dosierung und Art der Anwendung.

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Dank der Tuina-Massage kann das Qi wieder einwandfrei fliessen. Diese Massage hat sich seit Jahrtausenden schon bewährt und ist eine klinische Behandlungsmethode in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Es handelt sich hier um eine physikalische Methode bei den bestimmten Punkten des Körpers oder auch die Akupunktur-Punkte, durch spezielle Techniken stimuliert werden. Mit der regelmässigen Tuina-Massage kann man Krankheiten vorbeugen und sie behandeln. Die Massage wird nicht nur von Ärzten angewandt, sondern kann auch von den Patienten zur Selbstanwendung genutzt werden. Bei dieser Behandlungsmethode werden keinerlei Medikamente eingesetzt. Sie wird auch als die 'grüne' Behandlungsmethode bezeichnet und ist sowohl bei Ärzten wie auch bei Patienten sehr beliebt.

Die Entwicklung der Tuina-Massage

Vor über 2000 Jahren wurde die Tuina-Massage in der klassischen Literatur des TCM schon dokumentiert. Es wurden hier auf der einen Seite die theoretischen Grundlagen und auf der anderen Seite die Techniken und die Anwendungsgebiete dokumentiert. Sehr oft wurde diese Massage in der alten Zeit auch als Notfallmassnahme genutzt.

Die Anwendungsgebiete der Tuina-Massage

Die Tuina-Massage kann bei vielen Krankheiten genutzt werden. Sie eignet sich sehr gut bei orthopädischen Beschwerden, in der Inneren Medizin und in der Pädiatrie.

  • - Zu den orthopädischen Beschwerden zählen Lähmung, Muskelkater, Taubheit, Gelenkschmerzen, Muskelschwund, Gelenkschmerzen, Bandscheibenvorfall, Nackenverspannungen, Schulterschmerzen und die Knochenhyperplasie.
  • - Zu den funktionellen Störungen der Inneren Medizin zählen Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Bluthochdruck, Diabetes, Magenschmerzen. Menstruationsprobleme und Depressionen.
  • - In der Pädiatrie wird die Tuina-Massage bei Fieber, Bett nässen und Durchfall angewandt.
Die Wirkung der Tuina-Massage
  • - Mit der Tuina-Massage werden Blockaden in den Meridianen beseitigt sowie das Blut und das Qi gestärkt.
  • - Das Yin und Yang Gleichgewicht wird wiederhergestellt und es kommt zu einer Harmonisierung der Funktion aller inneren Organe. Dies bringt den Qi-Fluss wieder in Ordnung, wodurch das Yin und Yang Gleichgewicht reguliert wird. Massiert oder reibt man den Nei-Guang, dann kann dies den Herzrhythmus regulieren und bei Massage des Zu-San-Li wird die Verdauung stimuliert.
  • - Mit der Tuina-Massage kann man die positive Energie stärken, negative Energie beseitigen und somit Krankheiten vorbeugen.
  • - Durch die Massage kann die Blut-Zirkulation stimuliert werden, was wiederum Schwellungen lindert. Bänder und Sehnen können sich während der Massage entspannen. Die Gelenke werden wieder beweglicher.
Die klinische Anwendung der Tuina-Massage
  • - Als Notfallbehandlung bei einer Ohnmacht dient das Kneifen. Hierbei werden die Fingernägel an den Akupunktur-Punkten an der Hautoberfläche zusammengedrückt.
  • - Gerade im Alter wird die Blutversorgung des Gehirns immer schwieriger, da die Elastizität der Adern nachlässt. Es können Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Hörsturz oder Gedächtnisschwund auftreten. Bei der Massage werden die Akupunktur-Punkte Tian-Zhu und Da-Zhong stimuliert. Diese regen die Durchblutung an.
  • - Mit dem Kneifen, Drücken und Massieren können verschiedene Krankheiten behandelt werden. Dazu zählen Übelkeit, Nasenbluten, Schluckauf, Erbrechen, Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Durchfall und Angina.
  • - Immer öfter kommt es zu funktionellen Rückenschmerzen durch Verletzungen, falsches Sitzen oder durch zu schweres Arbeiten. Mit der Tuina-Massage können das Nieren-Qi und das Leber-Qi gestärkt werden. Sehnen können sich entspannen und Blockaden des Qi-Flusses werden beseitigt.
  • - Die Tuina-Massage kann auch bei Menstruationsproblemen angewandt werden. Sehr gute Erfolge erzielt man bei der Stimulation der Akupunktur-Punkte Tian-Gui, Tai-Chong, Zi-Gong und Zu-San-Li.
Fazit

Die Tuina-Massage eignet sich in jedem Alter. Sie hilft sowohl bei Beschwerden des Bewegungsapparates wie auch bei funktionellen Störungen.

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In der Ohrmuschel des Menschen präsentiert sich in Reflexzonen der gesamte Körper. Aus diesem Grund können mit der Ohrakupunktur eine breite Palette von Erkrankungen behandelt werden. Die Ohrakupunktur ist ein wesentlicher Bestandteil der Akupunktur in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Diese Form der Akupunktur ist überschaubarer und leichter zu erlernen als die komplexe Akupunktur. Sie bietet ein breites Spektrum von Behandlungsmöglichkeiten und eignet sich sehr gut für die Behandlung von Allergien, Schmerzen und seelischen Störungen. Erfolgreich wird die Ohrakupunktur auch bei der Raucherentwöhnung und bei der Gewichtsreduzierung angewandt.

Die Besonderheiten der Ohrakupunktur

Sie ist relativ schmerzarm und die Wirkung tritt meist sehr schnell ein. Dies gilt gerade bei Behandlungen gegen Schmerzen. Jedes Organ im Körper ist einem bestimmten Punkt im Ohr zugeordnet und kann dieses beeinflussen. Bei der Behandlung werden nur die sogenannten Reaktionspunkte stimuliert. Dies bedeutet, dass ein solcher Punkt nur aktiv ist, wenn es im entsprechenden Organ eine Störung gibt. Die Punkte beginnen zu schmerzen, sodass die Störung leicht aufgespürt werden kann. Erst dann werden die Punkte mit den Nadeln stimuliert.

Wie erfolgt die Behandlung?

Der Patient legt sich entspannt auf eine Liege. Dann beginnt der TCM-Arzt, den entsprechenden Punkt im Ohr zu suchen. Dazu nutzt er ein Punkteverzeichnis oder eine Miniaturabbildung des menschlichen Körpers auf der Ohrmuschel. Der Arzt verwendet verschiedene Tastinstrumente bis hin zu den Akupunktur-Nadeln. Hat der TCM-Arzt den entsprechenden Punkt gefunden, kann er diesen mit einer Einmal-Akupunktur-Nadel stechen oder einen Mikroaderlass durchführen. Bei Kindern und schmerzempfindlichen Personen kommt oftmals die Laser- oder Elektro-Ohrakupunktur zum Einsatz. Neben den Einmal-Nadeln gibt es noch die Behandlung mit den Dauernadeln. Die Einmal-Nadeln werden wenige Millimeter tief gestochen, während die Dauernadeln als kurze Nadeln mit einem Widerhaken gestochen und mit einem Pflaster fixiert werden. Sie verbleiben dann solange im Körper, bis sie von alleine abfallen.

Die Behandlungszyklen

Eine Ohrakupunktur besteht meist aus 10 bis 12 Sitzungen. Pro Woche sollten 1 bis 4 Behandlungen erfolgen. Die Einmal-Akupunktur-Nadeln verbleiben für 20 bis 30 Minuten im Körper. Pro Sitzung werden in der Regel zwischen 6 und 7 Nadeln gesetzt. Damit die Wirkung eintreten kann, sollte sich eine ebenso lange Ruhezeit im Liegen an die Akupunktur anschliessen. Der Behandlungserfolg zeigt sich oft schon während der ersten Sitzung. Nach vier bis fünf Sitzungen sollte es jedoch zu einer spürbaren Besserung gekommen sein. Nach einem Behandlungszyklus sollte eine mehrwöchige oder gar mehrmonatige Pause bis zur nächsten Behandlung eingehalten werden.

Die Wirkung der Ohrakupunktur

Die Wirkweise konnte bisher noch nicht abschliessend geklärt werden. Man geht jedoch davon aus, dass Botenstoffe ausgeschüttet werden. Da die Ohren sehr nah am Gehirn sitzen, können Signale schnell weitergeleitet werden. Störungen sind kaum möglich.

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Unter Qi Gong versteht man eine Kombination aus Atem-, Bewegungs- und Meditationsübungen. Das Qi Gong hat in der TCM einen festen Platz und ist eine wichtige Behandlungsmethode mit einem breiten Wirkspektrum.

Das Qi Gong entstand ursprünglich aus der Kampfkunst und ist in China seit mehr als 1000 Jahren bekannt und im Einsatz. Es kann sowohl bestehende Beschwerden lindern wie auch der Vorbeugung dienen. In der westlichen Welt findet das Qi Gong immer mehr Anhänger.

Es gibt zwei Arten des Qi Gong:

  • - Stilles Qi Gong mit keinen oder nur kleinen äusserlichen Bewegungen. Es kommt hierbei vor allem auf die inneren Bewegungen (Atmen und Vorstellen) an.
  • - Bewegtes Qi Gong mit einer Reihe von äusseren Bewegungen.
Die Wirkung von Qi Gong

Krankheiten entstehen, wenn der Fluss des Qi gestört ist. Mit Qi Gong kann der Fluss wieder mobilisiert werden. Die Übungen wirken sich positiv auf den Körper aus

  • - Gesundheit und Wohlbefinden fördern
  • - Selbstheilungskräfte und das Immunsystem stärken
  • - Blut-, Lymph- und Energiefluss regulieren
  • - Beweglichkeit verbessern
  • - Muskelverspannungen auflösen
  • - und vieles mehr
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Die Ernährung spielt in der Chinesischen Medizin eine grosse Rolle. Mit ihrer Hilfe kann man das Yin und Yang wieder herstellen oder im Fluss halten. Der zentrale Bestandteil der Ernährungstherapie ist die 5-Elemente-Ernährung. Die 5 Elemente sind Erde, Metall, Wasser, Feuer und Holz. Diese stehen für die fünf Geschmacksrichtungen und beeinflussen die Körperfunktionen. Mit der Ernährungstherapie soll ein harmonisches Gleichgewicht zwischen dem Yin und Yang erreicht werden, denn nur dann kann das Qi ungestört fliessen.

  • - Erde steht für süss. Es baut das Qi auf, wirkt kräftigend, sättigend und macht den Hauptteil der Ernährung aus. Es wirkt auf den Magen und die Milz.
  • - Metall steht für scharf. Es bewegt das Qi nach oben, löst Stagnationen und verteilt die Energie. Es wirkt auf die Lunge und den Dickdarm.
  • - Wasser steht für salzig. Es leitet das Qi nach unten, wirkt aufweichend, bindet das Wasser im Körper und hat eine ausleitende Funktion. Es wirkt auf die Niere und die Blase.
  • - Holz steht für sauer. Es wirkt zusammenziehend, kühlend und stärkt die Substanz. Es wirkt auf die Leber und die Gallenblase.
  • - Feuer steht für bitter. Es trocknet aus, wirkt kühlend, verdauungsfördernd und reinigend. Es wirkt auf das Herz und den Dünndarm.
Die acht grössten Fehler bei der Ernährung im TCM

Zu den acht grössten Fehlern bei der Ernährung zählen neben dem unregelmässigen Essen auch das häufige Essen und das schnelle Essen. Man sollte ebenfalls vermeiden in angespannter Stimmung zu essen. Vermieden werden sollten auch häufige Fastenkuren oder zu wenig zu Essen. Ein No-Go sind auch kalte Getränke vor, während und nach den Mahlzeiten. Zu viel Rohkost sollte nicht auf dem Speiseplan stehen. Dieser sollte im Übrigen ausgewogen sein und nicht zu viel von einem Geschmack bieten. Also zu viel Süsses oder zu viel Scharfes.

Neben den hier erwähnten Methoden gibt es noch eine Reihe von anderen in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Einige davon sollen hier kurz angesprochen werden.

Die Moxibustion

Mit der Moxibustion sollte der Qi Fluss verbessert werden. Dies erreicht man durch das schmerzfreie Erwärmen von Akupunktur-Punkten oder anderen Körperarealen. Dazu wird getrocknetes Beifusskraut in kleinen Holzkästchen mit einem Gitterboden über den Bereichen mit den Akupunktur-Nadeln abgebrannt. Es kann aber auch eine Mox Zigarre, welche aus Beifusskraut besteht und zu dicken Stäben gerollt ist angezündet und etwa 2 cm über die Haut gehalten werden. Die Mox Zigarre verbreitet dabei nicht nur Wärme, sondern auch einen angenehmen Geruch.

Weitere andere Behandlungsmethoden sind,
  • - Das Schröpfen
  • - Guasha
  • - Taijiquan

Die Chinesische Medizin findet gerade in der westlichen Welt immer mehr Anhänger und wird daher auch sehr oft zum Einsatz gebracht. Jedoch sollte man sich bei der Behandlung immer in die Hände eines erfahrenen TCM-Expertes begeben, denn die Komplexität der Traditionellen chinesischen Medizin erfordert viel Können, Wissen und Übung. Nur dann kann man sicher sein, dass die TCM auch wirklich hilft und die Beschwerden gelindert werden oder man gar dieses Vorbeugen kann.

5. Anwendungsgebiete der TCM

Für die Anwendbarkeit der Chinesischen Medizin gibt es grundsätzlich keine Einschränkungen. Mithilfe von TCM können sowohl akute wie auch chronische Krankheiten behandelt werden. In China werden auch sehr oft Notfälle mithilfe der Chinesischen Medizin behandelt - es gibt dort spezielle Ampullen, die die Patienten gespritzt bekommen. Im westlichen Teil der Erde wird die Traditionelle Chinesische Medizin auch immer wieder zur Vorbeugung von unterschiedlichen Krankheiten angewandt. Viele der Patienten wenden sich an einen TCM-Arzt, wenn die Schulmedizin bei bestimmten Erkrankungen an ihre Grenzen stösst oder wenn die Patienten unter den Nebenwirkungen der chemischen Arzneimittel leiden. Die Kosten für eine Behandlung im Rahmen der Traditionellen Chinesischen Medizin werden von den meisten gesetzlichen Krankenkassen nur sehr selten übernommen. Private Krankenversicherungen erstatten in den meisten Fällen die Kosten für eine solche Behandlung.

Die Indikationen für eine TCM-Behandlung

Bei Erkrankungen aus dem gesamten Bereich der Medizin kann die Traditionelle Chinesische Medizin Anwendung finden. Es können Menschen jeden Alters vom Säugling bis ins hohe Alter behandelt werden. Einzige Ausnahmen bilden die chirurgischen Notfälle, Erbkrankheiten, akute internistische Erkrankungen und OP-Indikationen.

Die Traditionelle Chinesische Medizin ist ein eigenständiges Medizinsystem und hat daher auch eine eigene Klassifizierung und Benennung von Krankheiten im Vergleich mit der Schulmedizin. Heisst es in der Schulmedizin Erkältung, dann ist in der Chinesischen Medizin von einer Wind-Kälte-Erkrankung die Rede. Kommt zu solch einer Erkältung Fieber hinzu, dann spricht der TCM-Arzt von einer Wind-Hitze-Erkrankung.

Sehr wichtig bei der Traditionellen Chinesischen Medizin ist nicht nur die Behandlung einer bestehenden Krankheit, sondern vielmehr die Vorbeugung und die Gesunderhaltung des Menschen. Das Konzept einer Behandlung im Rahmen der Chinesischen Medizin wird erst nach einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung erstellt. Sowohl die Anamnese wie die körperliche Untersuchung laufen nach den Regeln und Prinzipien der TCM und sind daher immer individuell auf den einzelnen Menschen zugeschnitten.

Wo kann TCM erfolgreich angewandt werden?

Gerade bei chronischen Erkrankungen wird die Traditionelle Chinesische Medizin sehr gerne angewandt. Dazu zählen unter anderem:

Kopfschmerzen

Chinesische Medizin bekämpft Kopfschmerzen und Migränen. Ohne Nebenwirkungen werden sie fitter. Die Rückenschmerzen werden mit jeder Behandlung abnehmen. Die Blockaden des Qi-Flusses führen zu Tennisarm, Schulter-Arm-Syndrom, Nackenschmerzen. Ebenfalls können das Leiden bei Arthritis, Arthrose, Rheuma gelindert werden. Weiterlesen

Gynäkologie / Frauenkrankheiten

Qi-Mangel von Nieren und Leber führt Menstruationsbeschwerden wie Dysmenorrhoe, Periodenschmerzen. Durch Stärkung und Harmonierung des Qi's können diese Beschwerden sowie unregelmässige Menstruation geheilt werden. TCM kann Ihnen auch helfen, Kinderwunsch zu erfüllen. Chinesische Medizin ist ebenfalls geeignet für die Geburtsvorbereitung.

Bei Beschwerden während der Menopause oder Wechseljahren liegt meistens ein Ungleichgewicht von Yin Yang vor. Mit Akupunktur und Phytotherapie können die Wechseljahrbeschwerden gut behandelt, ohne Hormone. Weiterlesen

Immunschwäche Allergien

Bei Immunschwäche und Allergien liegt meistens eine Disharmonie der Funktion von Milz, Nieren und Lungen vor. Häufige Grippe, Heuschnupfen, Husten und Asthma sind die Symptome davon. Die Harmonie der inneren Organe kann hergestellt werden. Damit wird die eigene Abwehrkraft aktiviert.

Beschwerden der Harnwege

Die Dysfunktionen von Leber, Nieren, Blasen führen zu Beschwerden der Harnwege. Es können sowohl akute und als auch chronische Blasenentzündung, Harndrang behandelt werden. Bei Nierenentzündung, Niereninsuffizienz kann noch die Phytotherapie der Akupunktur gut ergänzen. Potenzproblem hat häufig mit dem Qi-Mangel von Nieren zu tun.

Psyche, Psychische und sonstige Beschwerden

In der Chinesischen Medizin haben psychische Beschwerden auch mit dem Funktionszustand der inneren Organen zu tun. Die Organe haben auch "Seele" in der TCM. Die typischen Symptome sind Depressionen, Burn-out. Erschöpfung, Angst, Unruhe, Müdigkeit, Schlafstörungen kommen auch höufig vor. Leber Qi-Blockade führt zu Depression. Leber Qi-Mangel führt zu Angst, und Leber Qi-Übermass zu Reizbarkeit. Bei Leber Yang-Übermass gibt es oft Schlafstörung. Weiterlesen

Magenkrankheiten, Verdauungsstörung

Schlechte Essgewöhnheiten, Stimmungstiefe können die Funktion von Milz und Magen schaden. Als Folge treten Verdauungsstörung wie Magenübersäuerung, Blähung, Verstopfung, Durchfall, Reizdarm auf. Mit Akupunktur und Phytotherapie können sowohl akute Gastritis als auch chronische Gastritis , chronische Magenentzündung gut behandeln. Weiterlesen

Stoffwechselstörung

Durch Akupunktur kann einerseits die Hormone reguliert werden. Anderseits kann der Stoffwechsel in unserem Körper stimuliert werden. Akupunktur und Phytotherapie helfen bei Diabetes. Bei Übergewicht kann man durch Akupunktur gesund abnehmen. Weiterlesen

Sucht

Bei der Suchtbehandlung kann TCM erstens die Folgebeschwerden der Sucht (Rauchen, Drogen, oder Alkohol) behandeln. Bei Raucherentwöhnung (auch Drogenentwöhnung) kann die Abhängigkeit durch Akupunktur reduziert werden. Zudem kann die Nebenerscheinungen bei der Raucherentwöhnung wie Unruhe, Müdigkeit reduziert werden.

Neurologische Krankheiten

Bei Folgeschäden von Schlaganfällen kann der Heilungsprozess durch Akupunktur beschleunigt werden. Besserer Energiefluss und bessere Blutversorgung stimulieren die Heilung der Nerven. Akupunktur hilft auch bei Lähmung und Gesichtslähmungen.

Hautkrankheiten

Feuchte und Hitze in Körper sind oft die Ursachen von Ekzeme, Herpes, Juckreiz, Neurodermitis Schuppenflechten. Leberfeuer und Hitze führen zu Akne.

Ohrenbeschwerden

Hörsturz, Tinnitus und Hörgeräusch sind häufig sind durch den Nieren-Qi-Mangel verursacht worden. Da helfen Akupunktur und Phytotherapie.

Unterstützung bei Chemotherapie und Strahlungstherapie

Durch Akupunktur, Tuina und Phytotherapie können der allgemeine innere Zustand und die eigene Abwehrkraft verbessert werden. Damit hat man mehr Kraft für die strapazierende Krebstherapie und erhöht die Heilungschance.